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Fritz Schumann – Japan 151

Fritz Schumann - Japan 151

Wie kommt man einer fremden Kultur ein Stückchen näher? Reisen wäre eine Idee, aber das klappt natürlich nicht immer. Noch dazu, wenn das Land der Wünsche ziemlich weit weg liegt — bei Japan ist das naturgemäß der Fall. Und wenn man schon Interesse hat, wo anfangen? Japan 151 löst die Aufgabe mit 151 Antworten zu 151 Stichwörtern.

Der Journalist Fritz Schumann hat sie in einer enormen Bandbreite gesammelt, sodass aus allen Lebensbereichen etwas dabei ist: Essen, Mobilität, Arbeit, Freizeit, Natur, Kunst, Geschichte, Lifestyle. Zum Essen finde ich 19 Stichwörter, von Anko (das zum Beispiel in Kirschblüten und rote Bohnen eine Hauptrolle spielt) über Calpis und Essstäbchen bis Tonkatsu und Wal. Das dürfte das umfangreichste Spektrum sein. Die Natur ist unter anderem vertreten mit Regensaison, Erdbeben, Insekten, Strände und natürlich … Kirschblüten, na klar!

Schumann greift aber auch unangenehmere Themen auf, wie eben den Wal oder den Umgang mit Gaijin, den Ausländern. In Japan 151 erklärt er denn auch, warum in der Bahn die Nachbarsitze frei bleiben oder sich Leute gar wegsetzen, wenn man sich auf einen freien Platz hockt.

Japan von A bis Z

Natürlich sind auch prominente Stichwörter dabei: Samurai, Cosplay, Manga oder Sake natürlich, aber auch Marie Kondo. Sehen japanische Wohnungen tatsächlich so aus wie Kondo sie ordnet und warum ist Kondo im Westen so populär? Ich verrate nichts, lest selbst.

Was Japan 151 so interessant macht, ist, dass man es nicht am Stück lesen muss. Jedes Stichwort bekommt eine Seite Platz und ein Foto dazu. Das Stichwortverzeichnis orientiert perfekt von der ersten Seite an. Wer Lust hat, kann chronologisch lesen und wer nicht, pickt sich immer wieder etwas anderes raus. Ich selber habe mich zumindest beim ersten Durchgang für die alphabetische Reihenfolge entschieden, damit ich nichts verpasse.

Nur den Witz mit den 10 Ameisen sollte mir Schumann nochmal erklären …

Bibliografische Angaben

Verlag: Conbook
ISBN: 978-3-95889-252-1
Erstveröffentlichung: 2013
5., komplett überarbeitete und aktualisierte Auflage

2 Comments

  • Fritz Schumann
    7. Februar 2020 at 13:56

    Den erkläre ich gerne noch mal:

    Der Witz beruht auf dem Gleichklang folgender Aussagen

    蟻が十 (ari ga tou = zehn Ameisen)
    und
    ありがとう (arigatou = danke)

    Beides klingt gleich, meint aber was anderes. Wahnsinnig wizig, nicht wahr 😉

    Reply
    • Bettina Schnerr
      7. Februar 2020 at 17:13

      こんにち !

      Das freut mich sehr, dass die Antwort vom Experten persönlich kommt! Vielen Dank für die Erklärung. Mir hatte weder Google noch Rumprobieren weitergeholfen, denn mein Japanisch ist Anfängerniveau.

      Solche Witze sind möglicherweise wirklich nur witzig, wenn man mit der Sprache gut umgehen kann. So wie im Englischen die Schwurbelsätze mit “had had had had had” 😉
      Ich erinnere mich vage an das Problem, über einen Ehemann im Text zu sprechen und dann die Aussprache nicht sauber hinzubekommen: しゅじん und しゅうじん brachten die Lehrerin ebenfalls zum Umkippen.

      Herzliche Grüße
      Bettina

      Reply

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