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Hiro Arikawa – Satoru und das Geheimnis des Glücks

Hiro Arikawa - Satoru und das Geheimnis des Glücks

Satoru, vom Alter her wohl ein Mittdreißiger, geht mit seinem Kater Nana auf eine kleine Reise und versucht, für Nana ein neues Zuhause zu finden. „Zwingende Umstände“ machen es nötig. Während beim Leser vermutlich schnell klar ist, was dahinter steckt, klärt das Buch erst bei der vierten und letzten Reisestation über die Details auf. Der junge Mann trifft bis dahin erst einmal seine drei besten Freunde aus Schulzeiten wieder, aus jeder Schulstufe einen. Die sind inzwischen über ganz Japan verteilt, genießen während Satorus Besuchs die gemeinsamen Erinnerungen und bringen ihn auf den neuesten Stand ihres eigenen Lebens.

Freundschaft ist das zentrale Thema in diesem Roman. Satoru und die Freunde waren in Kindertagen bereits füreinander da und lösten ihre Probleme gemeinsam. Das ist heute, bei Satorus Besuch, nicht anders. Satoru bringt, wenn man so will, jeweils frischen Wind in die Familien der Freunde. Mit seiner Hilfe bereinigen diese ein paar private Lasten. Dabei öffnet sich gleichzeitig Saturos Geschichte Stück für Stück und offenbart, wie er selbst von den Freundschaften profitieren konnte. Auf seiner Reise nun bemerkt er, wo der beste Platz für Nana zu suchen ist. Denn Satoru ist unheilbar krank und möchte noch vor seinem Tod wissen, dass es Nana später gut gehen wird.

Satoru und die sprechende Katze

Nicht umsonst übrigens lautet der Untertitel „Reisebericht einer Katze“. Während die englischen Übersetzungen den japanischen Originaltitel gelungen als „The Travelling Cat Chronicles“ übernahmen, entschied sich der deutsche Verlag für eine eher kitschige Lösung. Von diesem Titel sollte man sich keinesfalls abschrecken lassen. Die Autorin hat eine sehr berührende Geschichte geschrieben, die (wie das öfter in Japan vorkommt) in den Jahren 2011/2012 zuerst als Fortsetzungsgeschichte erschienen war, später als Buch. Im Oktober wird die Verfilmung in Japan zu sehen sein.

Kater Nana wirkt nicht nur als der Katalysator, über den sich die Freunde finden. Auf irgendeine Weise hat auch jede Teilgeschichte mit Katzen zu tun. Nana hat eine eigene Erzählstimme und kommentiert die Menschen und ihre Missverständnisse. Was mich am Anfang noch etwas gestört hatte, fügte sich aber im Rest zu einem sehr stimmigen Werk, das auf die eine oder andere Art nachhallen wird.

Bibliografische Angaben

ISBN: 978-3-453-42168-4
Erstveröffentlichung: 2015
Deutsche Erstveröffentlichung: 2017
Originaltitel: Tabineko ripoto / 旅猫リピート
Verlag: Heyne
Übersetzung: Alexandra Klepper

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